Programmvorschlag: In Bewegung

1024 683 Beatrice Berrut

Leben ist Bewegung. Aus dem Puls ist der Rhythmus, aus den Rhythmen der Tanz und aus dem Tanz die Musik geboren. Die Partita von Bach besteht aus Tanzsätzen, und obwohl die Musik sich von den ursprünglichen Tänzen entfernt hat, bleibt die rhythmische Struktur der tänzerischen Bewegung folgend. Jahrhunderte später beschäftigt sich Zoltan Kodaly mit traditionellen Volkstänzern und zeichnet ein farbenreiches Bild der Vielfältigkeit der ungarischen Musik. Zwischen den beiden Epochen baut Thierry Escaich eine Brücke: Er benutzt die Gavotte von Rameau als Basismaterial und verändert das Werk in vielen Variationen, die dem Puls des 20.Jahrhunderts entsprechen. Dabei beeinflussen ihn vor allem Jazz und afrikanische Musik. Die Romantik kennt keine Zügel und lässt der Musik freien Lauf: das Konzept des Rubatos wird in dieser Epoche entwickelt und Gefühle werden so unmittelbar frei wie nie zuvor ausgedrückt. Mendelssohn erzählt von dieser Freiheit und Unbändigkeit der Emotionen so unverkennbar, dass die Herausgeber den Liedern ohne Worte Titel wie „der Bach“, „Spinnerlied“ oder „Tarentella“ geben. Inspiriert von Wien komponiert Ravel seinen Walzer La Valse der die musikalischen Bewegungen zum Höhepunkt führt und in Chaos enden lässt. Chaos und Disharmonie, Bewegungen ohne Planbarkeit und fantastischer Überraschungen.

Einfach bewegend

Bach: Bach Partita No 2 in c-moll (20’)
Kodaly: Marosszek Dances (10’)
Pause
Escaich: Jeux de Doubles nach der Gavotte de Rameau (5’)
Mendelssohn: Aus den Liedern ohne Worte (15’)
Ravel: La Valse (11’)

Ich habe noch so viel Musik im Kopf. Ich habe noch nichts gesagt. Ich habe noch alles zu sagen.

Maurice Ravel, ( 1875 – 1937 )

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